Gut planen, stressfrei reisen –
Tipps zur Planung einer Omnibusfahrt

Schülerreisen sind immer etwas Besonderes für alle Beteiligten – egal, ob man nun für mehrere Tage unterwegs ist, einen gemeinsamen Wandertag verbringt oder einen Unterrichtsgang mit dem Fachlehrer unternimmt. Der Erfolg solcher Unternehmungen hängt entscheidend von der Planung und Organisation im Vorfeld ab. Wer hier als Lehrerin oder Lehrer gut vorsorgt, kann sich stressfrei auf die Reise machen und sich auf das Eigentliche konzentrieren: Schülerinnen und Schüler einmal anders kennen zu lernen oder ihnen Lernorte zu eröffnen, die sie im Klassenzimmer nur theoretisch nachvollziehen können.

Folgende Checkliste hilft Ihnen bei der Organisation einer Klassenfahrt mit dem Bus:

  • Überprüfen Sie auf der Suche nach dem passenden Omnibusunternehmen, ob der Anbieter über eine zusätzliche Genehmigung zur Durchführung von Ausflugs- und Mietomnibusfahrten verfügt. Das schafft Sicherheit, denn im Rahmen der Genehmigungserteilung wird die Zuverlässigkeit und Sicherheit des Betriebes kontrolliert.

  • Achten Sie bei der Wahl des Omnibusses darauf, dass er genügend Sitzplätze für alle Schüler bietet. Bei Ausflugs- und Wanderfahrten ist es nicht zulässig, Kinder auf Stehplätzen zu befördern.

  • Formulieren Sie bei Anfragen an Unternehmen Standards, die der angemietete Omnibus je nach Art der Reise in jedem Fall erfüllen sollte (z. B. Klimaanlage, Toilette, Kühlschrank usw.).

  • Bei weiter entfernten Zielen sollten Sie die Notwendigkeit eines zweiten Fahrers bedenken. Als Faustregel gilt hier eine Entfernung von mehr als 800 km. Sollten Sie mehr als einen Fahrer benötigen, überprüfen Sie bei verschiedenen Angeboten, ob dies in der Preiskalkulation berücksichtigt ist.

  • Wählen Sie Unternehmen, die über Ortskenntnisse am angestrebten Reiseziel oder ein Navigationssystem verfügen – vor allem im Ausland. Damit vermeiden Sie unnötige Fahrtzeiten und Stress durch Sucherei.

  • Auch wenn Sie angehalten sind, kostengünstig zu kalkulieren, sollte das nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Informieren Sie sich vor Ort bei dem Busunternehmen, für das Sie sich entscheiden wollen, über den Zustand der Omnibusse, Sicherheit der Fahrzeuge und Ausbildung des Fahrpersonals.

  • Bedenken Sie bei der Planung von Programmpunkten und Ankunftszeiten die vorgeschriebenen Ruhezeiten für Omnibusfahrer:

    • Wird eine Fahrt mit einem Fahrer durchgeführt, muss innerhalb eines Zeitraums von 24 Stunden eine Ruhezeit von mindestens 11 zusammenhängenden Stunden eingelegt werden.

    • In besondern Fällen darf die Tagesruhezeit auf 9 Std. reduziert werden.

    • Befinden sich zwei Fahrer im Einsatz, so müssen sie innerhalb eines Zeitraums von 30 Stunden eine Ruhezeit von 9 Stunden einlegen.

    • Innerhalb einer Woche darf das Fahrpersonal höchstens an zwei Tagen jeweils 10 Stunden und ansonsten 9 Stunden am Tag das Fahrzeug lenken.

    • Fahrer müssen nach einer reinen Lenkzeit von jeweils 41/2 Stunden eine Unterbrechung von 45 Minuten einlegen. Bei zwei Fahrern müssen sich beide nach spätestens 4 ½ Stunden abwechseln.

  • Weisen Sie Ihre Schülerinnen und Schüler schon vor Antritt der Reise auf notwendige Verhaltensweisen während der Fahrt im Omnibus hin.
    Hinweise dazu erhalten Sie von ihrem Busunternehmen oder unter Verhalten im Bus.