Drucken - Fenster schliessen

Auf den Straßen wird es enger

Ohne intensive Nutzung des ÖPNVs droht der Verkehrskollaps auf Deutschlands Straßen

Bequemer geht es nicht: Von der Haustür ins Auto und dann bis vor die Schultür. Was auf den ersten Blick aus Elternsicht für Kinder am sichersten und bequemsten erscheint, hat für die Verkehrssituation auf deutschen Straßen ernsthafte Konsequenzen. Würde jedes Kind mit dem Auto zur Schule gebracht, drohte ein Verkehrskollaps mit hohen Kosten für die Allgemeinheit. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass bis 2010 in Westeuropa die Verkehrsdichte auf innerstädtischen Straßen um 188 Prozent steigen wird. Für Autofahrer bedeutet das mehr Staus, längere Fahrtzeiten und in Folge mehr Stress sowie einen höheren Spritverbrauch. Aber auch die Allgemeinheit wird durch überfüllte Verkehrswege in zunehmendem Maße belastet. In den Ländern der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) müssen für die Folgen überlasteter Straßen drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts oder 810 Milliarden US-Dollar jährlich aufgebracht werden. So müssen beispielsweise Straßen häufiger instand gesetzt werden, steigende Stauzahlen führen zu Verdienstausfällen und die erhöhte Verkehrsdichte steigert das Unfallrisiko.

Um diesem Trend entgegen zu wirken, bedarf es zahlreicher Aktivitäten von Verkehrsplanern und -politikern. Hier spielt die weitere Förderung des öffentlichen Nahverkehrs eine entscheidende Rolle. Die Vorteile liegen auf der Hand, denn im Bus können auf kleinem Raum wesentlich mehr Menschen befördert werden als in der entsprechenden Anzahl Pkws. Statistisch gesehen kann die Raumkapazität von ca. 35 Pkw durch einen Bus im ÖPNV ersetzt werden! Je mehr Schüler also mit dem Bus zur Schule fahren, desto weniger Autos sind im morgendlichen Berufsverkehr unterwegs. Regelmäßige Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln helfen dann nicht nur die Verkehrsdichte und die damit verbundenen Folgekosten zu verringern. Die Nutzung des ÖPNV trägt auch zu mehr Sicherheit auf den Straßen bei.

© Bundesverband
Deutscher
Omnibusunternehmer