23.09.10 11:00

Bodensee: Busbegleiter – unterwegs im Auftrag der Schule

Wenn die Schulbusse sehr voll sind, kann die mangelnde körperliche Distanz zu Aggressionen führen. Oder wenn man glaubt, die Tür zum Aussteigen nicht schnell genug erreichen zu können, sorgt das bisweilen für Stress im Schulbus. Aber Stress und Ärger müssen nichts sein. Dafür macht sich das Kooperationsprojekt „Gewaltprävention im Schulbus: Projekt Schulbegleiter“ stark. Die Maßnahme des Quenstedt-Gymnasiums, der Jugendpflege Mössingen sowie des Regionalverkehrs Alb-Bodensee GmbH (RAB) läuft seit zwei Jahren.

Die Pilotphase wurde jetzt abgeschlossen. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass weniger Gewalt in Bussen eine deutlich bessere Stimmung mit sich bringt und mehr Sicherheit für alle bedeutet. Nach einem Beschluss der Vollversammlung der Schule arbeiten die Busbegleiter nun im Auftrag der ganzen Schule. Das stärkt den Rücken! Ein ausgebildeter Mediator und Anti-Aggressivitäts-Trainer des Mössinger Jugendamts leitet die Praxisbegleitung. Rollenspiele und Gespräche dienten der Analyse von Situationen im Bus. Von der RAB bekommen die Begleiter nun Karten im Bahn-Card-Design, mit denen sie sich in ihrer Funktion bei den Busfahrern ausweisen können. Andere Mössinger Schulen sollen in das Projekt einsteigen.