13.02.09 15:34

Eine Hand wäscht die andere

In Altensteig sorgen Schulbusbegleiter für mehr Durchblick durch vormals verschmierte Fahrzeugscheiben. Das Busunternehmen zeigt sich dafür erkenntlich.

Auch in Altensteig wird bald das bewährte Konzept jugendlicher Schulbusbegleiter umgesetzt, die in Schulbussen sicheres und gewaltfreies Verhalten der mitfahrenden Schüler fördern sollen. Denn auch in dem baden-württembergischen Städtchen nehmen Vandalismus und Gewalt gegen Mitschüler zu. Aufgabe der Busfahrer ist es allerdings, die Schüler sicher zur Schule und wieder nach Hause zu bringen, sodass sie sich kaum um den ungebremsten Tatendrang ihrer jungen Fahrgäste kümmern können. Daher treten vom 25. Mai an die Schulbusbegleiter denen entgegen, die Buseinrichtungen zerstören, Scheiben beschmieren und mitfahrende Kindern und Jugendliche beleidigen.

75 Jugendliche von Altensteiger Schulen wurden in einem sechstägigen Lehrgang von einem Polizeihauptmeister und Betreuungslehrern auf ihren Einsatz vorbereitet. Erkennbar an gelben Jacken und ausgestattet mit Berechtigungsausweisen werden sie dann in den Bussen mitfahren und Konflikte durch deeskalierendes Verhalten im Vorfeld entschärfen. Während der Fahrt werden sie die Schüler an sichere Verhaltensweisen im Schulbus erinnern.

Das Busunternehmen Rübenacker ist vom Nutzen der Schulbusbegleiter so überzeugt, dass es die Hälfte der Anschaffungskosten für Begleiterjacken und Ausweise übernahm – die andere Hälfte wurde von der Stadt Altensteig getragen. Von der Aktion profitieren alle Beteiligten: Die geschulten Begleiter lernen eine wertvolle Lektion in Sachen Verantwortung, die mitfahrenden Schüler können die Busfahrt in sauberen Bussen und in entspannter Atmosphäre zurücklegen und das Busunternehmen Rübenacker hofft auf sinkende Reparaturkosten. Finanzielle Erfolge will Rübenacker übrigens auch an die Schulen weitergeben: Bei entsprechendem Erfolg des Konzepts wird das Unternehmen jedes Jahr einen Reisebus kostenlos für Schulausflüge zur Verfügung stellen.