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Durch gemeinsame Verantwortung Sicherheit schaffen

Rund 17,5 Millionen Schüler in Deutschland nutzen überwiegend den Bus für ihren täglichen Weg in die Schule und zurück. Seit Jahrzehnten ist der Schulbus von allen Verkehrsträgern am geringsten am Schülerunfallgeschehen beteiligt.

In Bayern werden täglich alleine 1,3 Mio. Schüler und Auszubildende mit dem Bus in die Schule bzw. Ausbildungsstätte gebracht. Hierfür stehen ca. 12.000 Omnibusse zur Verfügung. Der Omnibus ist damit die wichtigste Alternative für den Schulweg.

Die jüngsten Auswertungen der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung vom Oktober 2011 belegen: Mit einem Anteil von nur 5,7 % am gesamten Straßenverkehrsunfallgeschehen ist der Schulbus neben öffentlichen Bussen und Bahnen die sicherste Alternative für den Schulweg.

Die mit Abstand häufigsten Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-Unfallversicherung sind mit 45,9 % die Fahrradunfälle. Im Jahre 2010 waren es 23.461. Weitere Unfälle haben sich bei der Verkehrsbeteiligung als Pkw-Fahrer bzw. –Mitfahrer (20,5 %), bei der Benutzung von motorisierten Zweirädern (6,8 %) und als Fußgänger (9,2 %) ereignet.

Insgesamt ereigneten sich über 94% aller Unfälle mit „privaten“ Verkehrsmitteln und zu Fuß. Auf die Beförderung mit öffentlichen Verkehrsmitteln entfielen insgesamt 8,5 %. Davon waren 5,7 % mit Schulbussen und 2,8 % mit sonstigen Bussen oder öffentlichen Verkehrsmitteln.

Statistisch gesehen ist der Schulbus damit um mehr als acht Mal sicherer als das Fahrrad und fast vier Mal sicherer als der Pkw. Im allgemeinen ÖPNV mit Bussen ist die Sicherheit, nicht zu verunglücken noch um ein Vielfaches höher – vor allem vor dem Hintergrund der weitaus höheren Verkehrsanteile am Ausbildungsverkehr.

Auch der Langzeitvergleich mit anderen Verkehrsmitteln bestätigt: Das Risiko, bei der Beförderung durch Schulbusse einen Straßenverkehrsunfall zu erleiden, ist seit Jahren bei weitem geringer als bei anderen Schulwegalternativen. Mit einer seit Jahren konstant niedrigen Unfallrate von 0,17 am Schülerunfallgeschehen ist der Omnibus bezogen auf 1.000 Schüler im Vergleich zu anderen Schulwegalternativen, wie z.B. mit dem Pkw (0,61) oder dem Fahrrad (1,73) eine sehr sichere Alternative.

Einen Überblick über das Schülerunfallgeschehen geben auch die Auswertungen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Sie erfasst alle meldepflichtigen Schülerunfälle, das heißt, alle Unfälle, die eine ärztliche Behandlung nach sich ziehen.

Danach wurden im Jahr 2010 in ganz Deutschland insgesamt 1,43 Mio. Unfälle von Schülern gemeldet. Zu 91 % handelte es sich dabei um Unfälle, die während des Unterrichts, der Pausen und insbesondere beim Sportunterricht passierten. Nur  7,28 % aller gemeldeten Schülerunfälle ereigneten sich auf dem Schulweg im Straßenverkehr.

Dies bedeutet, dass bei insgesamt 17,1 Mio. versicherten Kindern und Schülern in Deutschland auf 1.000 Versicherte 2,99 Verkehrsunfälle entfallen.

Im Wesentlichen basiert die Sicherheit im Schulbusverkehr auf vier Säulen: Verantwortungsbewusste Unternehmer, gut ausgebildete Busfahrer, eine bestmögliche Fahrzeug-Sicherheitstechnik sowie präventive Maßnahmen in Form von Schulungen oder Sicherheitstrainings.

Jede dieser Säulen steht auf verschiedenen rechtlichen Rahmenbedingungen, die die Fahrer und Unternehmer kennen und beachten müssen.

Die für den Schülerverkehr mit Omnibussen relevanten Regelungen finden sich u.a. in der Straßenverkehrsordnung (StVO), Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO), im Personenbeförderungsgesetz (PBefG), in der Freistellungsverordnung, der Verordnung über den Betrieb von Kraftfahrunternehmen im Personenverkehr (BOKraft) sowie in länderspezifischen Regelungen wie z.B. der bayerischen Haltestellenrichtlinie.  

Die für den Schulbusverkehr maßgebenden Regelungen in der StVO sind:

Straßenverkehrsunfälle 2011 nach Art der Verkehrsbeteiligung in Deutschland

Absolut 2010 2011
Insgesamt 51.117 49.905
Fahrrad 23.461 23.270
Pkw 10.488 9.817
Fußgänger 4.682 4.791
Motorrad 3.457 4.236
Schulbus 2.924 2.562
so. Bus / ÖPNV 1.105 1.194
Schienenfahrzeug 351 366
Sonstiges 4.649 3.447
Tretroller, Inliner, u.a - 222

Die jüngsten Auswertungen der Deutschen gesetzlichen Unfallversicherung vom Januar 2013 belegen: Mit einem Anteil von nur 5,1 % am gesamten Straßenverkehrsunfallgeschehen ist der Schulbus neben öffentlichen Bussen und Bahnen die sicherste Alternative für den Schulweg.

Die mit Abstand häufigsten Straßenverkehrsunfälle in der Schüler-Unfallversicherung waren mit 46,6 % erneut die Fahrradunfälle. Im Jahr 2011 waren es 23.270 Unfälle. Weitere Unfälle haben sich als Pkw-Fahrer bzw. –Mitfahrer (19,7 %), bei der Nutzung von motorisierten Zweirädern (8,5 %) und als Fußgänger (9,6 %) ereignet.

Quelle: Statistiken zum Schülerunfallgeschehen 2000-2011, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
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